SHR quergedacht, Silke Heep-Rheinganz, Bacharach-Neurath
Bürokultur heute, Silke Heep-Rheinganz, Bacharach

Analog oder digital – richtig oder falsch?

Ganz oldschool der Papierkalender oder doch die hippe App – was ist dein Favorit?

 

Wie ist das bei dir? Bist du mit einem Papierkalender oder digitalen Organizer unterwegs? Ich muss zugeben: die Liste der Vorteile von digitalen Kalenderlösungen ist durchaus eindrucksvoll:

 

  • Termine, Notizen, Aufgaben können ganz flexibel eingetragen, geändert, gelöscht oder verschoben werden
  • automatische Sortier-, Such- und Erinnerungsfunktion
  • vergangene und zukünftige Termine lassen sich mittels Suchfunktion schnell durchsuchen
  • das Synchronisieren mit weiteren digitalen Geräten
  • durch Vernetzung können mehrere Personen zugreifen
  • der digitale Planer ist ein praktischer (Reise-)Begleiter
  • nahezu unbegrenzte Anzahl von Einträgen in beliebiger Länge möglich
  • einfaches Verschicken von Termineinladungen an andere Teilnehmer
  • bequem Wiederholungen z. B. für immer wiederkehrende Termine (z. B. Geburtstag) einrichten
  • Termine können auch per Sprachbefehl eingegeben werden

 

Und trotzdem gibt es zahlreiche Menschen – übrigens mit steigender Tendenz –, die (wieder) mehr auf die Papier-Variante setzen. Warum?

 

Besonders die kreativen Köpfe empfinden zum Beispiel einen enormen Spaßfaktor beim Schreiben und Planen auf Papier. Große Pluspunkte sind für sie die gestalterischen Möglichkeiten, wie z. B. das Arbeiten mit Farben und das handschriftliche Zeichnen von Symbolen. Der Ideenfluss wird gefördert und sogar von einem sinnlichen Erlebnis wird berichtet :-)

Und dann ist da noch das Gefühl, „die Zeit in der Hand zu halten“ und immer im Blick zu haben sowie das Gefühl von Papier zwischen den Fingern, das Blättern, die Haptik. Keine Animation der Welt kann das wohl ersetzen.

 

Es gibt auch noch ein paar weniger gefühlsbetonte Argumente, die für den Papierkalender sprechen:

  • keine Abhängigkeit von Netz und Strom
  • keine technischen Fehlerquellen
  • benötigt weder Virenschutz noch Updates
  • ideal für schnelle Notizen und Skizzen
  • schnelles Aufschreiben – insbesondere beim Telefonieren – fällt oft leichter als das mühselige Eintippen
  • Durch die Handbewegung beim Aufschreiben wird der Termin nicht nur visuell, sondern auch haptisch im Geist verankert. Das motorische Gedächtnis funktioniert in der Regel besser als das rein visuelle Erinnern.

 

Egal ob digital oder analog, beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Und noch wichtiger: ein Richtig oder Falsch gibt es einfach nicht.

 

Logo Mein Tipp für dich: Schau auf deine individuelle Arbeitsweise und deinen ganz persönlichen Zeittakt - und nur hieran solltest du dich orientieren. Bist du zum Beispiel sehr viel und in der Regel mit hohem Tempo unterwegs und musst deine Termine mit anderen koordinieren, wirst du eher die digitale Variante wählen. Liebst du die Kreativität und musst du deine Termine und Aufgaben nicht mit anderen abstimmen, fällt deine Wahl möglicherweise auf die Papier-Version.

Logo Auch wenn es doppelten Aufwand bedeutet: Eine weitere Lösung kann übrigens auch sein, beide Kalenderformen zu nutzen und so von den Vorteilen beider Systeme zu profitieren.